In erster Linie möchte ich mich mit der persönlichen Frage beschäftigen: „Was braucht es, damit ich wieder eigenständig zeichne?“
Ich habe von klein auf immer gezeichnet bis zu einem gewissen Zeitpunkt nach meiner Pubertät. Jetzt möchte ich es wieder zurückerlangen und dazu werde ich dieses Gestalterische Projekt (miss)brauchen. Meine Erkenntnisse, die ich daraus ziehen werde, könnten meinen zukünftigen Schülern ebenfalls nützlich sein.
Ich setze mir einen gestalterischen Rahmen, um eine Richtlinie zu haben und einen Anfang zu finden. Die Erwartung an mich selbst, etwas Kreatives zu schaffen, hemmt mich sehr und führt zu einer Selbstzensur, die mir jegliches Vorhaben schon vor Beginn vermiest. Darum werde ich anhand von „unkreativer“ Gestaltung (abgezeichnete Fotos) versuchen zu einem kreativen Moment zu gelangen. Ich werde fotografierte Gesichter (Bilder aus dem Internet von Menschen, die mich in irgendeiner Weise optisch ansprechen) abzeichnen und untereinander vergleichen. Ich werde Bilder produzieren bis – durch Zufall oder eine spontane Idee – sich ein kreativer Moment einstellt. Diesen werde ich dann weiterverfolgen.
Parallel dazu werde ich vielleicht, in einer späteren Phase, Gesichter aus der Vorstellung zeichnen mit dem Versuch kreativ und expressiv zu sein, wobei ich dann auch kreative und unkreative Momente vergleichen werde. Ziel dieses Vorgehens wäre es zu einer eigenen Kreativität zu gelangen, die mich dann auch dazu motiviert das zeichnerische Gestalten selbstständig weiterzuführen und beizubehalten.
Die Frage „Was ist kreativ?“ drängt sich da natürlich sofort auf. Vielleicht kann ich im Laufe des Projektes eine eigene Definition davon erstellen, oder ich ziehe Fachliteratur herbei.